Laut Polizei wählte die 21-Jährige den Notruf und berichtete, sie habe einem entgegenkommenden, überholenden Auto ausweichen müssen und sei dabei gegen eine Leitplanke und ein Verkehrsschild gefahren. Der Unfall habe sich auf einer Landstraße bei Oberndorf zugetragen. Der 20-Jährige habe indessen an der tatsächlichen Unfallstelle auf der B2 sämtliche Spuren beseitigt.
Weil die Beamten bei der Aufnahme des vorgetäuschten Unfalls keine Hinweise fanden, die den Schaden am Auto erklären würden, schöpften sie den Angaben nach Verdacht. Schließlich hätten der 20-Jährige und die 21-Jährige eingeräumt, den Unfall bei Oberndorf erfunden zu haben.
Die beiden müssen sich nun unter anderem wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Vortäuschen einer Straftat verantworten. Hätten sie den Unfall auf der B2 ordnungsgemäß gemeldet, hätte der Fahrer den Angaben nach nur ein Verwarngeld von 35 Euro zahlen müssen. Den Gesamtschaden nach dem Unfall schätzte die Polizei auf 11.000 Euro.