Fast flächendeckend wurde nun die 2-Euro-Marke für Benzin und Diesel durchbrochen. In der Bevölkerung regt sich Widerstand - eine Online-Petition verzeichnet massiven Zulauf.
Die aktuelle Preisexplosion an den Zapfsäulen trifft Millionen Menschen in Deutschland hart. Egal ob Pendler, Familien, Senioren, Handwerker oder Transportunternehmen - für all jene, die auf bezahlbare Mobilität angewiesen sind, wird der Weg zur Arbeit, zur Schule oder zu wichtigen Terminen zunehmend zu einer massiven finanziellen Belastung.
Kritiker warnen davor, dass Mobilität kein Luxusgut werden dürfe, da sie eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe und ein funktionierendes Alltagsleben darstelle.
Um ein entschlossenes Eingreifen der Politik zu erzwingen, wurde nun eine Online-Petition unter dem Titel „Spritpreisbremse 2026 für Benzin und Diesel“ gestartet. Innerhalb von nur 48 Stunden kamen bereits über 14.000 Unterschriften zusammen. Das erklärte Ziel der Initiative sind mindestens 100.000 Unterstützer. Die Forderung richtet sich direkt an die deutsche Bundesregierung.
>>> Hier könnt ihr unterschreiben. <<<
Ein wesentlicher Grund für die hohen Kosten ist die enorme staatliche Belastung. Im EU-Vergleich ist Deutschland Spitzenreiter bei der Besteuerung von Kraftstoffen. Gleich vier verschiedene Steuerarten werden auf jeden Liter Benzin und Diesel erhoben. Ohne diese Abgaben würde der reine Produktpreis für einen Liter Superbenzin bei lediglich etwa 90 Cent liegen.
Um die Preise wieder auf ein erträgliches Maß zu senken, gäbe es für den Staat mehrere Hebel. Möglich wären beispielsweise die Aussetzung oder Streichung der CO2-Steuer, eine Reduzierung der Energiesteuer beziehungsweise Mineralölsteuer oder eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe. Bleibt ein politisches Gegensteuern aus, wird in den kommenden Wochen mit weiter steigenden Preisen gerechnet.
Dass eine Spritpreisbremse politisch umsetzbar ist und Wirkung zeigt, bewies bereits das Jahr 2022. Auch damals führte eine Welle des Protests - getragen von einer Petition mit über 155.000 Unterschriften - zum Einlenken der Politik. Der damalige Bundesfinanzminister Christian Lindner lehnte einen Preisdeckel zwar zunächst ab, setzte dann aber eine befristete Spritpreisbremse für die Monate Juni bis August 2022 um. Das Ergebnis war eine spürbare Entlastung der Autofahrer von 17 bis 35 Cent pro Liter.