Ein langgezogener weißer Lichtstreifen sorgte im Nachthimmel von Montag auf Dienstag über Bayern und umliegenden Regionen für Aufsehen. Bis nach Österreich konnte man den Streif sehen - für ungefähr 10 Minuten.
CENAP-Mitgründer (Dem Forschungsinstitut für außergewöhnliche Himmelsphönomene) Hansjürgen Köhler hielt zunächst eine Kette von Starlink-Satelliten für denkbar – typisch dafür sind mehrere hell glänzende Punkte, die in Reih und Glied über den Himmel ziehen. Doch dieser Schweif war zu glatt und eindeutig anders als sonst beobachtete Satelliten-Lichterketten.
Die tatsächliche Erklärung: Eine Long-March-8A-Rakete aus China war Stunden zuvor gestartet. Beim Abtrennen der ersten Stufe wurde Treibstoff abgelassen, der in der oberen Atmosphäre durch das Sonnenlicht beleuchtet wurde. Das Ergebnis: ein spektakulärer, gleitender Lichtstreifen am Himmel.
Gegenüber Bild erklärte Köhler: "Einige Stunden vorher war eine chinesische Long-March-8A-Rakete vom Weltraumbahnhof Wenchang auf der Insel Hainan gestartet. Nach der ersten Erdumkreisung wurde die erste Stufe von der zweiten Stufe getrennt. Dabei wurde Treibstoff ausgestoßen: Diese Spur wurde von der tief stehenden Sonne angestrahlt und sorgte für das Phänomen."