Blockade dauerte achtzig Minuten
Die beiden jungen Frauen hatten während der Sommerferien am 15. August 2024 ein Loch in den Schutzzaun des Nürnberger Flughafens geschnitten und sich auf dem Zubringer der Nürnberger Start- und Landebahn festgeklebt. Der Flugverkehr wurde für achtzig Minuten eingestellt, einige Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet.
«Nötigung in 272 Fällen»
Verurteilt wurde die 25-Jährige nun wegen Störung öffentlicher Betriebe, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Nötigung in 272 Fällen. Die hohe Zahl der Fälle erklärt sich daraus, dass sich 272 Passagiere an Bord der betroffenen Flugzeuge befanden. Die Angeklagte hatte die Tat gestanden und beteuert, dass sie niemandem hatte schaden wollen.
Auch die beiden am Flughafen stationierten Rettungshubschrauber waren während der Blockade nicht einsatzfähig. Zugunsten der Angeklagten wertete das Gericht unter anderem das Geständnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.