Gute Nachrichten für alle, die gerne draußen sind: In diesem Frühjahr gibt es deutlich weniger Mücken als sonst. Doch woran liegt das? Und ist das schon das Ende der Plagegeister – oder nur die Ruhe vor dem Sturm?
Mücken brauchen Wasser, um sich zu vermehren – genauer gesagt: stehendes Wasser. In diesem Frühling herrscht jedoch in vielen Regionen Deutschlands eine ungewöhnliche Trockenheit. Regenfässer sind leer, Pfützen bleiben aus, und viele Feuchtwiesen sind schlichtweg ausgedörrt. Das macht es den Mücken schwer, ihre Larven abzulegen und aufzuziehen.
Auch wenn es jetzt weniger Mücken gibt, heißt das noch lange nicht, dass uns ein stichfreier Sommer bevorsteht. Denn einige Mückenarten – vor allem die sogenannten Überschwemmungsmücken – können ihre Eier über Jahre in trockenem Zustand überdauern. Kommt im Sommer starker Regen, werden diese Brutstätten plötzlich aktiviert – und mit ihnen die Mückenplage.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Asiatischen Tigermücke. Sie breitet sich seit einigen Jahren in Süddeutschland aus – und ist mehr als nur lästig. Sie kann Krankheiten wie das Dengue- oder West-Nil-Virus übertragen. Die Tigermücke ist klein, schwarz mit weißer Musterung, und hat einen auffälligen weißen Streifen auf dem Rücken. Gesundheitsämter bitten darum, verdächtige Exemplare zu melden – idealerweise eingefroren in einem kleinen Behälter.
Auch wenn die Lage aktuell entspannt ist – ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen helfen trotzdem:
Die Mücken halten sich im Frühjahr 2025 (noch) zurück – dank der Trockenheit. Doch ein nasser Sommer könnte das schnell ändern. Besonders die Ausbreitung der Tigermücke bleibt im Blick. Wer sich informiert und kleine Vorkehrungen trifft, hat trotzdem gute Chancen auf einen möglichst stichfreien Sommer.