Die Vogelgrippe breitet sich den Angaben des Landratsamts zufolge derzeit verstärkt unter Wild- und Wasservögeln wie dem Schwan aus. Das erkläre sich durch eine Kombination an Faktoren: Die Tiere seien von der Kälte geschwächt und damit anfälliger für Infektionen. Die zugefrorenen Seen erschwerten die Suche nach Nahrung, zudem schlössen sich die Tiere zu Gruppen zusammen.
Kadaver aus See geborgen
Diese Faktoren seien vermutlich der Auslöser für das Tiersterben am Rudersee in Michelau, erklärte das Landratsamt. Erst das Tauwetter habe es den Einsatzkräften ermöglicht, die Kadaver zu bergen. Damit das Virus nicht verschleppt werde, sei eine Dekontaminationsstelle eingerichtet worden. Dort hätten sich die Kräfte nach dem Einsatz desinfiziert und ihre Kleidung gewechselt.
Wie gefährlich ist das Virus für den Menschen?
Die Vogelgrippe ist eine bei vielen Vogel- und Geflügelarten häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Bei hoher Infektionsdosis ist das Virus prinzipiell auch auf den Menschen übertragbar – und könnte schwer verlaufen. In Deutschland ist dem Robert Koch-Institut zufolge aber noch kein Fall bei einem Menschen bekanntgeworden.