Zahl der Baufirmen wird voraussichtlich schrumpfen
In diesem Jahr rechnet das Baugewerbe im Freistaat mit Umsätzen von 31,9 Milliarden Euro, 2026 mit einem leichten Anstieg auf 32,2 Milliarden Euro. Die Zahl der Betriebe aber könnte nach einer Umfrage des Verbands unter seinen Mitgliedsunternehmen von 13. 350 auf 12. 950 sinken, die Zahl der Beschäftigten von 168.000 auf 167.000. Trotz der schlechten Auftragslage sind die Bauunternehmen nach Gerhäusers Worten bemüht, ihre Mitarbeiter zu halten. Laut Umfrage erwartet ein Drittel der Unternehmen eine weitere Verschlechterung ihrer Geschäfte, nur sieben Prozent eine Verbesserung. Der Großteil (61 Prozent) erwartet jedoch keine Veränderung ihrer Lage, weder zum Besseren noch zum Schlechteren.
Ohne staatliche Zuschüsse kein Ende des Wohnungsmangels
Ohne dauerhafte finanzielle Förderung ist nach Einschätzung der Bauinnungen auch kein echter Aufschwung im Wohnungsbau zu erwarten. Um kostendeckend bauen zu können, müssten Bauherren nach Worten von Hauptgeschäftsführer Andreas Demharter Quadratmetermieten «weit jenseits der 20 Euro, eher jenseits der 24 Euro» verlangen. «Dann weiß ich, das kann ich am Markt nicht platzieren.»
In den ersten neun Monaten dieses Jahres hatten die bayerischen Kommunen zwar wieder mehr Wohnungsbaugenehmigungen erteilt. Doch dieses Plus beschränkte sich nach Zahlen des Statistischen Landesamts weitgehend auf geplante neue Ein- und Zweifamilienhäuser auf dem Land.