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Champions League 10.03.2026

«Sehr stark»: Bayern überrollen mit magischem Olise Bergamo

Die superstarken Bayern um Fußball-Zauberer Michael Olise ließen  sich vor Ihrem Fanblock für einen großen Champions-League-Abend feiern. Angeführt von Olise haben die Münchner mit einem mitreißenden Torfest schon nach dem 6:1 (3:0) im Hinspiel gegen Dortmund-Schreck Atalanta Bergamo zu 99,9 Prozent das Viertelfinale erreicht. 

Vor rund 25.000 Zuschauern überrollten sie mit den Treffern von Josip Stanisic (12. Minute), Olise (22.) und Serge Gnabry (25.) den Tabellensiebten der Serie A schon in der ersten Spielhälfte. Nicolas Jackson (52.), erneut Olise (64.) und Jamal Musiala (67.) schraubten das Ergebnis im zweiten Durchgang in die Höhe. In der Nachspielzeit traf Atalanta dann noch durch Mario Pasalic. 

«Es war schon ein sehr starker Auftritt», sagte Kapitän Joshua Kimmich bei Prime Video: «Die Art und Weise war sehr stark. Wir wussten, dass wir ihnen richtig wehtun können.» Nationalmannschafts-Kollege Aleksandar Pavlovic befand begeistert: «Besser geht es nicht. Topspiel, top Ergebnis.»

Bitter: Drei Verletzte um Davies 

Torjäger Harry Kane wurde nach seiner Wadenprellung nicht mal als Joker gebraucht. Bitter waren jedoch eine erneute Verletzung von Außenverteidiger Alphonso Davies und ganz zum Schluss auch von Jonas Urbig und Jamal Musiala. «Hoffen wir, dass sie so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen», sagte Pavlovic.

Im Rückspiel am kommenden Mittwoch in der Allianz Arena sollte auch ohne die zudem jeweils nach der dritten Gelben Karte gesperrten Kimmich und Olise für die Münchner nichts mehr schiefgehen. Beide Leistungsträger wären beim Viertelfinal-Kracher gegen Real Madrid oder Manchester City wieder dabei.

Harry Kane kein Bayern-Starter - das war die Top-News eine gute Stunde vor dem Anpfiff. Trainer Vincent Kompany lieferte die Begründung. «Harry hat einmal trainiert», sagte der Belgier bei Amazon Prime zur Ersatzspieler-Rolle des Münchner Topangreifers nach einer schmerzhaften Wadenprellung. 

Ein Einsatz von Anfang an wäre «zu früh» gekommen, erklärte Kompany. Und Sportvorstand Max Eberl ergänzte: «Im Notfall könnte er.» Doch erstens war es erst das Hinspiel. Und in dem trat ein Notfall nicht ein - im Gegenteil. 

Statt Kane durfte wie beim 4:1 im Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Mönchengladbach erneut Nicolas Jackson als Mittelstürmer auflaufen. Der Mann des Spiels war aber ein anderer: Michael Olise. Der Franzose war ebenso wie die gesamte Bayern-Elf sofort «on fire». 

Olise trifft zweimal im Robben-Style

Ein schnell ausgeführte Eckball von Olise auf Gnabry ermöglichte Stanisic sein erstes Königsklassen-Tor gegen eine übertölpelte Atalanta-Abwehr. Olise erhöhte selbst mit einem typischen Lauf nach innen und Schuss in die lange Ecke. Und beim 3:0 legte der Flügelstürmer nach einem langen Ball von Torwart Jonas Urbig den Ball wunderbar in den Lauf von Gnabry, der cool vollendete. Nach der Pause traf Olise dann nochmals im Stil von Arjen Robben zum 5:0. 

«Die Anspannung», die Sportvorstand Eberl vor dem Anpfiff verspürt hatte, war schon nach furiosen 25 Spielminuten weg. Zumal weitere Treffer durch Jackson und Gnabry, der das Lattenkreuz traf, möglich waren. 

Der Plan von Atalanta-Coach Raffaele Palladino, die Bayern mit einer mutigen Aufstellung mit ungewohnter Viererkette und zwei Stürmern zu überraschen, erwies sich als Eigentor. Kompanys Team entzog sich dem «Vollpressing» der Italiener mit großer Laufbereitschaft, Ballfertigkeit und taktischer Reife. Die Gastgeber kamen - anders als beim 4:1-Heimsieg gegen Dortmund im Playoff-Rückspiel - nie auf Touren. Die Bayern dominierten sie total. Und das ohne zwei Leistungsträger und Führungsspieler wie Kane und Manuel Neuer. 

Für den erneut an der Wade verletzten Kapitän stand Youngster Urbig im Tor. Der 22-Jährige machte seine Sache in seinem sechsten Champions-League-Spiel wieder tadellos. Einen Schuss von Nikola Krstovic parierte er sicher (26.). Die Bayern machten auch nach der Pause weiter: Jackson erhöhte nach einem Konter auf 4:0. Olise und der später vom Platz humpelnde Musiala legten nach. Dayot Upamecano traf den Pfosten.

Quelle: dpa

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