Autofahrer haben sich im Bereich einer Gefahrenstelle der Amphibienwanderung in Traunstein nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit gehalten. Diese wurde in den Abend- und Nachtstunden auf 50 km/h reduziert, um die Helfer zu schützen, wie die Polizei mitteilte.
Vier Helfer, darunter zwei Kinder, sammelten am Samstagabend Frösche und Lurche an den Schutzzäunen ein und brachten sie über die Straße. Die Polizei hatte für den Zeitraum Geschwindigkeitsmessungen angekündigt. Ein Autofahrer fuhr trotzdem mit 113 km/h an der Gefahrenstelle vorbei. Das bringe ihm eine Geldbuße von mindestens 600 Euro und ein Fahrverbot von zwei Monaten ein. Während der Messungen wurden nach Polizeiangaben fünf Verstöße im Anzeigenbereich registriert. Der Leiter der Polizeiinspektion zeigt sich enttäuscht: «Die temporären Geschwindigkeitsbeschränkungen dienen dem Schutz der freiwilligen, ehrenamtlichen Helfer. Diese sind zwingend einzuhalten und wir werden mit Nachdruck weitere Geschwindigkeitsüberwachungen durchführen.»