Die Beamten wurden stutzig, da zu dieser Jahreszeit Schildkröten eigentlich ihren Winterschlaf halten und nur in Ausnahmen transportiert werden. Zudem gebe es den vom Fahrer angegebenen Zoo in Belgien nicht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Ein Sachverständiger schätzte den Transport in den Schuhkartons mit italienischer Aufschrift als unprofessionell ein. Auch in den Papieren wurden Ungereimtheiten festgestellt.
Die 31 Schildkröten wurden in den Reptilienzoo in Füssen gebracht. Die Polizei wirft dem Fahrer Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor. Ob die Dokumente für die Reptilien gefälscht waren, war zunächst unklar. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Die Polizei stellte außerdem noch fest, dass dem Fahrer vor einiger Zeit der Führerschein entzogen worden war.