
Verzögerung am Königssee: Olympia-Test fällt aus
Nun soll es Mitte Oktober 2026 losgehen
Der aktualisierte Terminablauf sehe nun vor, dass die Bahn ab Mitte Oktober 2026 vereist werden könne und ab diesem Zeitpunkt wieder Wettkämpfe durchgeführt werden können, hieß es weiter.
Im Juli 2021 hatten während eines Unwetters Wassermassen Geröll und Baumstämme mitgerissen – und sich über die Bahn ergossen. Der Wiederaufbau kostet dem bayerischen Ministerrat zufolge rund 58,5 Millionen Euro. Rund 53,5 Millionen Euro kommen demnach aus dem Fonds «Aufbauhilfe 2021» von Bund und Ländern, weitere fünf Millionen Euro übernimmt der Freistaat.
Fachkräfte fehlen
Anfang des Jahres ergab eine TÜV-Überprüfung, dass neben den bereits geplanten 575 Metern im oberen Bahnbereich weitere 675 Meter Kältemittelfernleitung im unteren Bereich ebenfalls erneuert werden müssen. Die notwendigen Arbeiten hierzu können nur von wenigen Fachfirmen durchgeführt werden – derzeit stehen am Markt «nicht genügend weitere Fachkräfte für diese speziellen und hochwertigen, zusätzlichen Arbeiten zur Verfügung», hieß es.
Weltcup-Rennen müssen neu vergeben werden
Die geplanten nationalen und internationalen Wettkämpfe am Königssee – die Skeleton-Juniorenweltmeisterschaften, der Rennrodel-Weltcup im Januar 2026 sowie das Bob- und Skeleton-Weltcupfinale Anfang März 2026 werden nun von den Weltverbänden neu vergeben.
Halten Trainer durch?
«Besonders bitter ist es für unsere Nachwuchsabteilungen, die sich wieder neu organisieren müssen – nun steht bereits das fünfte Jahr ohne Vereisung bevor. Ich hoffe sehr, dass der Bundesstützpunkt mit seinen Sportlern und Trainern noch ein weiteres Jahr durchhält, bis wir endlich wieder auf Eis trainieren können», erklärte Schwab.
«Der Fokus der Arbeiten liegt auch weiterhin darauf, optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen für die Athletinnen und Athleten zu schaffen und die Anlage sicher und zukunftsfähig wiederaufzubauen» erklärte Landrat Kern.
Quelle: dpa
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