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Die Entschärfung hat begonnen.  — © Felix Hörhager/dpaFelix Hörhager/dpaAnwohner können in ihre Häuser zurückkehren

Fliegerbombe im Nürnberger Stadtteil Lichtenreuth erfolgreich entschärft

In Nürnberg ist am Mittwochabend (25. März 2026) eine bei Bauarbeiten entdeckte Fliegerbombe im neuen Stadtteil Lichtenreuth erfolgreich entschärft worden. Der rund 252 Kilogramm schwere US-amerikanische Blindgänger war am frühen Nachmittag nahe der Münchener Straße gefunden worden.

Die beiden Sprengmeister Christian Scheibinger (Sprengkommando Südbayern) und Sebastian Rupp (Sprengkommando Nordbayern) benötigten für die Entschärfung etwa eine Stunde. Dabei wurden sowohl Front- als auch Heckzünder demontiert.

Rund 370 Menschen evakuiert – Hotelgäste betroffen

Vor der Entschärfung mussten etwa 370 Menschen ihre Wohnungen verlassen, darunter Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gäste eines Hotels. Nach Abschluss der Arbeiten konnten alle Betroffenen wieder in ihre Wohnungen und Hotelzimmer zurückkehren.

Auch der öffentliche Verkehr normalisierte sich: Die Buslinie 53 fährt wieder regulär. Straßensperrungen sowie die zuvor veranlasste Sperrung des Luftraums wurden aufgehoben.

Fund in drei Metern Tiefe – Schutzwall aus Containern

Entdeckt wurde die Bombe gegen 13.30 Uhr bei Sondierungsarbeiten. Sie lag in rund drei Metern Tiefe mittig zwischen der Dr.-Luise-Herzberg-Straße und der Ingolstädter Straße. Um die Fundstelle zu sichern, errichteten Einsatzkräfte einen Schutzwall aus Containern. Jeder Container wurde mit rund 20.000 Litern Wasser beschwert – entweder in Form großer „Wasserblasen“ oder über Kanister.

Der Evakuierungsradius rund um den Fundort betrug 450 Meter. Die Evakuierung startete gegen 19.30 Uhr und dauerte etwa 90 Minuten. In einer Betreuungsstelle in der Meistersingerhalle hielten sich vorübergehend 25 Menschen und zwei Hunde auf.

Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen

Rund 150 Einsatzkräfte waren im Einsatz: Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehren, Polizei, Rettungsdienste, das Technische Hilfswerk sowie die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg unterstützten die Maßnahmen vor Ort.

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