Bus, Tram, U-Bahn: Warnstreik im ÖPNV für Montag in ganz Bayern angekündigt
Am kommenden Montag, den 2. Februar, wird der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Bayern von einem ganztägigen Warnstreik betroffen sein. Die Gewerkschaft ver.di hat nach dem letzten Verhandlungstreffen die Eskalation angekündigt, und nun steht der Termin fest. Vor allem Großstädte wie München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt sind die Schauplätze der Aktionen.
Vom Streik sind betroffen
Busse, U-Bahnen und Trams. Von den Auswirkungen sind schätzungsweise 9.000 Beschäftigte betroffen, die unter den Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) fallen.
S-Bahnen sowie der Bahnbetrieb der DB sind davon nicht betroffen.
Hintergrund und Forderungen im Tarifstreit
Im Zentrum des Tarifstreits stehen neben einer Erhöhung der Gehälter um 668,75 Euro für die Beschäftigten eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 35 Stunden. Ver.di möchte mit diesen Forderungen die Arbeitsbedingungen im Vergleich zum öffentlichen Dienst verbessern und so die Attraktivität der Arbeit in der Branche erhöhen. Katharina Wagner, die verantwortliche Verdi-Frau für den Bereich Busse und Bahnen, betont die Notwendigkeit dieser Maßnahmen, um langfristig Fachkräfte zu binden.
Konflikte und Reaktionen
Während Ver.di klare Signale von den Arbeitgebern fordert, zeigt sich der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern wenig kompromissbereit. Er stellt ein Angebot von 5 Prozent höheren Einkommen über 24 Monate vor, was nach Ansicht von ver.di nicht ausreicht, um die Disparitäten im Lohngefüge zu beheben. Ver.di hat bereits im vergangenen Jahr die Übertragung der Lohnsteigerungen aus dem öffentlichen Dienst auf den ÖPNV gefordert, was von den Arbeitgebern bislang abgelehnt wurde.
Hintergrund
Ver.di strebt an, die Tarifverträge bundesweit anzugleichen, um die Arbeitsbedingungen in der Branche zu stärken. Eine nachhaltige Verkehrswende, so die Gewerkschaft, ist ohne ausreichend qualifiziertes und motiviertes Personal nicht denkbar. Dazu sei eine robuste Finanzierung durch Bund und Länder nötig, die über klamme Kassen der Kommunen hinausweist.
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