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Traktoren in Haßberge — © Bild: Pia Bayer / dpaBild: Pia Bayer / dpaVerkehrsbehinderung

München: Protestaktion der Landwirte am 28.01.26

Am Mittwoch, 28. Januar, rollen wieder Traktoren durch die Münchner Innenstadt. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) ruft zur Großkundgebung am Odeonsplatz auf.

150 Fahrzeuge sind angemeldet

Rund 150 Fahrzuege aus ganz Bayern sind angemeldet – darunter viele aus dem Landkreis Weilheim-Schongau – machen sich mit ihren Schleppern auf den Weg in die Landeshauptstadt.

Die Route und Verkehrsbehinderungen

Die Polizei und der Veranstalter rechnen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen. Besonders betroffen sind die B2 südlich von München sowie die Innenstadtbereiche rund um den Odeonsplatz.

  • Anreise: Bereits ab 7:30 Uhr startet ein großer Konvoi am südlichen Ortsrand von Weilheim (B2, Am Seemüllerhof) und fährt Richtung München.
  • München Zentrum: Die zentrale Kundgebung findet von 11:00 bis ca. 13:00 Uhr am Odeonsplatz statt.
  • Betroffene Straßen: Meidet wenn möglich die Ludwigstraße, die Hofgartenstraße und den Bereich zwischen Siegestor und Odeonsplatz. Auch rund um die Staatskanzlei wird es voll.

Das ist am Odeonsplatz geplant

Die Traktoren fahren dabei eine Runde, um das politische „Pingpong“ zwischen Land, Bund und EU darzustellen, das aus Sicht der Bauern echte Lösungen verhindert. Ab 12:30 Uhr verlagert sich der Protest vor die Staatskanzlei.

Darum gehen die Milchbauern auf die Straße

Hintergrund des Protests unter dem Motto „Märkte gestalten statt Krisen verwalten“ ist die angespannte Lage auf dem Milchmarkt. Die Erzeugerpreise sind stark gefallen, während die Kosten steigen.

Die Kernforderungen des BDM an Ministerpräsident Söder und Landwirtschaftsministerin Kaniber:

  • Stopp des Preisverfalls: Sofortige Maßnahmen gegen sinkende Milchpreise.
  • Mengenreduktion: Aktivierung des „Freiwilligen Lieferverzichts“ auf EU-Ebene gegen Entschädigung, um den Markt zu entlasten.
  • Planbarkeit: Keine vagen Prognosen für 2026, sondern sofort wirksame Kriseninstrumente wie bereits beim EU-Hilfspaket 2016.

Die Botschaft der Landwirte ist deutlich: Warten ist keine Option mehr, da viele Höfe vor dem wirtschaftlichen Aus stehen. Hier findet ihr weitere Infos zum dem BDM.

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